„Die Beschäftigung mit der Geschichte gab mir sehr bald das Gefühl, dass ich fähig war, ebenso viel zu erreichen wie die Männer, die in den höchsten Rängen unserer Geschichtsbücher standen.“

Kindheit und Jugend

Napoleon Bonaparte wurde im Jahr 1769 auf der Insel Korsika geboren. Bereits als Kind zeigte er großes Interesse an Geschichte, vor allem an Büchern über vergangene Schlachten und Strategien. Seine Mutter Letizia berichtete, dass er sich oft in seinem Zimmer aufhielt, um zu lesen, und dabei die Spiele anderer Kinder vermied. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für das Militär und die Kriegsführung. Sein ganzes Leben lang las Napoleon, so viel er konnte.

Seine Familie war wegen eines Grundstücks, das sein Vater gekauft hatte, tief in Schulden geraten. Obwohl sie kaum genug Geld hatte, um über den Tag zu kommen, wurde Napoleon in eine sehr bekannte Militärschule aufgenommen, da die französische Regierung ein Stipendium für bestimmte Kinder in Korsika bereitstellte. Napoleon war der einzige Italiener in seiner Schule und sprach Französisch mit starkem Akzent.

Aufstieg zum Kaiser

Im Jahr 1789 revoltierte das Bürgertum, der sogenannte Dritte Stand, gegen den König. Der Hintergrund war die hohe Staatsverschuldung und die Steuerbelastung des Volkes. Das Land befand sich seither in einem permanenten Kampf um die Macht. 1793 wurde der König exekutiert. Jeden Tag wurden Politiker und Regierungsbeamte hingerichtet, Adlige mussten fliehen. Andere Königreiche wie Österreich, Spanien und England befürchteten, dass ihr eigenes Volk dem Beispiel der Franzosen folgen würde, und erklärten Frankreich den Krieg, um die alten Verhältnisse dort wiederherzustellen. Die instabile Lage war eine perfekte Bedingung für einen Außenseiter mit Karriereabsichten wie Napoleon. Napoleon machte erstmals als erfolgreicher Kommandant der Artillerie in der Schlacht von Toulon 1793 gegen Engländer und Spanier aufmerksam. 1795 schlug er für die neuen Machthaber einen Aufstand in Paris nieder. Die Heirat mit Joséphine de Beauharnais im Jahr 1796 ermöglichte es ihm, gesellschaftliche Kontakte zu knüpfen. Nachdem sich Napoleon von Joséphine scheiden ließ, heiratete er ein zweites Mal, Marie Louise von Österreich, um eine Dynastie zu begründen und das inzwischen eingegangene Bündnis mit Österreich zu festigen.

Frankreich befand sich unterdessen mit allen seinen Nachbarn im Krieg. Napoleon erhielt das Kommando über die italienische Armee. Innerhalb eines Jahres gewann er fünf Schlachten. Seine Armeen waren dafür bekannt, dass sie sich mit großer Geschwindigkeit bewegten, aber auch für Unberechenbarkeit und für Tollkühnheit. Vor der Schlacht von Lodi 1796 hielt Napoleon eine Rede, in der er seine Männer überzeugte, eine Brücke zu stürmen.

„Wenn Napoleon mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs war, musste Wasser auf die Räder seiner Kutsche gegossen werden, damit sie nicht überhitzten.“

Seine Truppen nannten ihn seither liebevoll „le petit corporal“ (der kleine Hauptmann), weil er selbst an der Spitze seines Heeres in die Schlacht zog. Selbst am Ende seiner militärischen Karriere, nachdem er eine Schlacht nach der anderen verloren und viele falsche Entscheidungen getroffen hatte, hörte die Armee nicht auf, ihn zu verehren.

Im Alter von nur 26 Jahren gelang es Napoleon, an die Macht zu kommen. Innerhalb von sechs Jahren stieg er vom politischen Flüchtling zum einflussreichsten Mann Frankreichs auf. Napoleon führte seine Armee in insgesamt 60 Schlachten, wobei er nur in sieben besiegt wurde. Seine strategischen Fähigkeiten und sein Ehrgeiz waren bemerkenswert. Im Jahr 1804 krönte sich Napoleon in der Kathedrale Notre-Dame in Gegenwart des Papstes in Paris zum Kaiser. Allerdings setzte er sich die Krone selbst auf, um deutlich zu machen, dass er sich nicht wie seine Kollegen aus den benachbarten Königshäusern als Herrscher von Gottes Gnaden verstand, sondern als Volkssouverän. Dennoch liegt hier ein Bruch mit der Französischen Revolution vor. Frankreich war nun keine Republik mehr.

General Savant

Napoleon war zwar der größte Feldherr Europas, vielleicht sogar der europäischen Geschichte, aber er war auch ein Mann der Wissenschaft, ein Savant (Gelehrter). Er beeindruckte Goethe mit seinen Ansichten zur europäischen Literatur (er unterhielt sich mit ihm über dessen Roman „Die Leiden des jungen Werthers“) und Berlioz mit seinem Wissen über Musik. Napoleon bewunderte viele Intellektuelle des 19. Jahrhunderts, darunter Goethe, Byron, Beethoven, Carlyle und Hegel. Unter seiner Führung erlebte Frankreich einen Höhepunkt in Kunst und Kultur. Viele der damals entstandenen Werke sind im Louvre in Paris zu besichtigen, der 1793 zu einem öffentlich zugänglichen Kunstmuseum der Republik umfunktioniert wurde.

Mit dem Code civil, dem Bürgerlichen Gesetzbuch, wurde die Gleichheit vor dem Gesetz, die Religionsfreiheit und die Unschuldsvermutung eingeführt. Das 19. Jahrhundert war eine schreckliche Zeit für Juden, die oftmals nicht das Recht hatten, Land zu besitzen, zur Schule zu gehen oder zu arbeiten. Der Code Napoléon gab den Juden Rechte und assimilierte sie in Frankreich. Gleichzeitig bestätigte Napoleon aber den Code noir, ein bis ins 17. Jahrhundert zurückreichendes diskriminierendes Gesetzeswerk, das vor allem den Umgang mit den (schwarzen) Sklaven regelte. Hier zeigt sich deutlich, dass Napoleon die wirtschaftlichen Interessen der Bourgeoisie, des Geldbürgertums, vertrat.

Niedergang

Nachdem Napoleon große Teile Europas besiegt und unterworfen hatte, kam es 1812 zum Russlandfeldzug. Dieser Feldzug sollte sich als der größte Fehler Napoleons herausstellen, insofern er die Leistungsfähigkeit seines Heeres über- und die Schwierigkeiten der Versorgung des Heeres auf dem riesigen russischen Territorium unterschätzte. Zwar erreichte seine Armee Moskau, musste aber unverrichteter Dinge abziehen. Der Zar hatte sich zurückgezogen, die Stadt wurde von den Russen in Brand gesetzt. Der Rückzug wurde zum Desaster. Nur ein Bruchteil der Armee überlebte Kälte und Hunger. Als Napoleon 1813 in der Völkerschlacht von Leipzig verlor und in Spanien die Engländer unter Wellington schließlich bis an die französische Grenze vorstießen, willigte Napoleon in seine Abdankung ein. Er wurde 1814 auf die Insel Elba verbannt, kehrte aber 1815 zurück, als sich die Stimmung gegen den neuen Kaiser Ludwig XVIII. wendete, der den Code civil in Teilen abschaffen wollte. Die europäischen Mächte erneuerten auf dem Wiener Kongress ihr Bündnis und es kam in Waterloo im heutigen Belgien zur Entscheidungsschlacht. Der Name „Waterloo“ steht seither für eine verheerende Niederlage. Napoleon wurde nun nach St. Helena verbannt, wo er 1821 starb.

Auf dem Wiener Kongress wurde daraufhin die Restauration der Verhältnisse beschlossen. Die alten Besitztümer und Ländergrenzen wurden wiederhergestellt und Bürgerrechte wie die Meinungsfreiheit in den mit Frankreich verbündeten Ländern abgeschafft.

Literatur:

Roberts, Andrew. Napoleon: A Life, Penguin Books, Oktober 2015

Eine Definition Reinheit der Absicht bedeutet: wahrhaftig, ehrlich, unvermischt und ganz rein zu sein; sich von Heuchelei fernzuhalten; allem zu widerstehen, was das Herz trüben könnte; innere Sammlung bzw. Herzensklarheit zu wahren; in der Beziehung zu Gott frei von weltlichen Hintergedanken zu bleiben und Ihm in voller Treue zu dienen. Des Weiteren bedeutet es, dass der Mensch sich in seinem Gottesdienst und seinen Taten allem verschließt, was nicht zu Gottes Geboten, Willen und Gaben gehört; dass der Diener in seiner Beziehung zu seinem angebeteten Herrn Diskretion wahrt und alles so tut, als lege er es der Prüfung Gottes vor. Anders gesagt: Er erfüllt seine Pflichten, weil Gott sie befohlen hat, zielt dabei auf Sein Wohlgefallen und richtet sich auf Seine jenseitigen Zuwendungen aus – ein Kennzeichen der reinsten Wahrhaftigen. Die Reinheit der Absicht und die Aufrichtigkeit sind wie Seele und Körper zwei Wesen, die einander ergänzen. In der Handlung sind sie wie die Lebenskraft im Körper. Wenn ein Mensch in seinen Taten bzw. Absichten keine Reinheit hat, bleiben seine Werke wie ein lebloser Körper. Selbst wenn jemand alle geistigen Stationen durchschreitet, bleibt er am Tor des göttlichen Wohlgefallens stehen und kommt nicht weiter. An jener entscheidenden Stufe werden die Taten einem wie ein Lumpen ins Gesicht geschleudert – möge Gott uns davor bewahren! Denn die Annahme der Taten durch Gott hängt ganz von der Reinheit ab. Wie Bediüzzaman sagt: „Ein Teilchen einer Tat mit Reinheit der Absicht ist Lasten an nicht reinen Taten vorzuziehen. “ Der Mensch sollte bei allem die Reinheit der Absicht wahren; beim Sitzen und Aufstehen, beim Denken, beim Sprechen und sogar beim Lieben. Wird in einer Sache Gottes Wohlgefallen zum Maßstab genommen, gibt das dem Diener Kraft; denn durch die Reinheit der Absicht stützt er sich auf Gott. Und wer sich in allem auf Gott stützt, wird unüberwindbar.

Konkrete Verse zur Verdeutlichung Im Koran wird an vielen Stellen betont, dass der Gottesdienst einzig um Gottes willen zu verrichten ist. Das Thema wird dabei mit dem Begriff der Reinheit der Absicht“ (ihlās) verknüpft. So heißt es gleich zu Beginn der Süre Ez-Zumar: ,,[…] darum bete Gott an, mit reinem Glauben an Ihn und reiner Absicht, und praktiziere die Religion einzig und allein um Seinetwillen.“ (39:2). Kurz darauf: „Mir ist geboten worden, Gott anzubeten, mit reinem Glauben an Ihn und reiner Absicht, und die Religion ausschließlich um Seinetwillen zu praktizieren.“ (39:11). Und weiter: Sprich: Ich bete Gott an, mit reinem Glauben an Ihn und reiner Absicht, die Religion ausschließlich um Seinetwillen zu praktizieren.“ (39:14)

Die wichtigste Voraussetzung für göttlichen Beistand Der verehrte Meister, Bediüzzaman, fasst das Thema in zwei Abhandlungen zusammen. Sein erster Grundsatz, um die Reinheit der Absicht zu erlangen: Bei allen Taten ist Gottes Wohlgefallen das Ziel. Das heißt: Wer die gebotenen Dinge erfüllt, soll weder weltliche noch jenseitige Erwartungen hegen, sondern ausschließlich Gottes Wohlgefallen als eigentlichen Zweck nehmen. Stellen sich am Ende der Mühe dennoch Früchte oder Belohnungen ein, begegnet man ihnen mit Dank und Lobpreis – man versteht sie als tahdis-i nimet“, also als Anlass, die empfangenen Gaben Gottes dankbar zu benennen. Die Reinheit der Absicht, die in unserem religiösen Leben so große Bedeutung hat, hängt im Grunde direkt von der Stärke des Glaubens ab. Wenn ihr also die schöpfungsbezogenen bzw. Gottes Gesetze in der Schöpfung (tekvînî) und die offenbarten Gebote (die Gebote und Verbote der Religion) lest, den Weg vom nachgeahmten zum überprüften, verinnerlichten Glauben öffnet und euch zugleich mit Wort, Tat und innerer Haltung beständig Gott zuwendet, dann entfacht Gott eines Tages auch die Fackel der Reinheit der Absicht. So werdet ihr mit Gottes Erlaubnis und Hilfe das, woran ihr glaubt, stets mit reiner Absicht leben können. Die eigene Selbstdarstellung zu bändigen, die eigenen Fehler zu sehen, bei jedem „Ich/Ego“ sofort um Vergebung zu bitten, die Regungen zu korrigieren – ja, notfalls den eigenen Egoismus entschlossen niederzuringen -, all das hängt damit zusammen, dass die Gewissheit im Glauben wächst und man sich fest auf die Reinheit der Absicht ausrichtet.

Anmerkung

  1. Bediüzzaman: Reflexionen, 17. Reflexion.

„Das Café am Rande der Welt“ ist ein inspirierender Roman von John P. Strelecky, der die Leser auf eine faszinierende Reise zu Selbstfindung und Sinnhaftigkeit mitnimmt. Das Buch erzählt die Geschichte von John, einem erfolgreichen, aber stressgeplagten Werbemanager, der durch Zufall in einem mysteriösen Café landet, das am Rande der Welt liegt.

John, der Held des Romans, hat eine Autopanne, die ihn zu einem Zwischenstopp in einem abgelegenen Café zwingt. Dort trifft er auf drei faszinierende Menschen: Casey, Jessica und Michael, die nicht nur die Bedienung im Café sind, sondern verschiedene Lebensansätze repräsentieren.

Casey, eine einfache Bedienung, verkörpert die Freude am Hier und Jetzt. Sie will den Augenblick genießen, ohne sich um Vergangenheit oder Zukunft zu kümmern. Michael, der Koch des Cafés, bringt die Perspektive der Selbstbestimmung ein. Er erzählt von der Entscheidung, sein Leben bewusst zu gestalten und nicht passiv den Umständen zu folgen.

Jessica, die Managerin des Cafés, steht für die Suche nach der eigenen Leidenschaft und Erfüllung. Ihre Geschichte inspiriert John dazu, seine eigenen Leidenschaften zu erkunden und das zu tun, was ihn wirklich erfüllt.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Suche nach dem Lebenszweck bzw. ZDE („Zweck der Existenz“) und die Bedeutung des „richtigen“ Lebens. Die Charaktere im Café regen nicht nur John, sondern auch die Leser dazu an, über ihre eigenen Werte, Ziele und Prioritäten nachzudenken.

Die drei Fragen, die John in der Speisekarte entdeckt, regt ihn plötzlich zum tiefgründigen Nachdenken an:

„WARUM BIST DU HIER?

HAST DU ANGST VOR DEM TOD?

FÜHRST DU EIN ERFÜLLTES LEBEN?“

Zudem behandelt das Buch Themen wie Selbstfindung, Selbstverantwortung und die Bedeutung von Beziehungen. Es ermutigt dazu, ehrlich zu sich selbst zu sein und aktiv die Kontrolle über das eigene Leben zu übernehmen. Es verdeutlicht, dass der Weg zur persönlichen Erfüllung oft mit der Bereitschaft beginnt, sich selbst infrage zu stellen und Veränderungen zuzulassen.

Die Geschichte enthält auch ein Element der Mystik, die dem Buch eine besondere Atmosphäre verleiht. Das Café repräsentiert eine Art metaphysischen Raum, der den Charakteren ermöglicht, tief in ihre Seele zu blicken und die Essenz ihres Lebens zu verstehen.

„Das Café am Rande der Welt“ bietet eine kleine Auszeit in einer Welt voller Hektik und Ablenkungen an, um die wichtigsten Fragen des Lebens nachzudenken. Es ist eine Lektüre, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und den Leserinnen und Lesern wertvolle Lebensweisheiten vermittelt.

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